Die Boykottaufrufe der SPD – auch mit historischen Parallelen

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Kürzlich berichteten wir über die Pöbeleien des Franz Müntefering, die der Judenhetze der Nazis erschreckend ähnlich sehen. Doch die historischen Parallelen gehen weiter: so gibt es auch Boykottaufrufe aus den Reihen der SPD, zum Beispiel gegen die Deutsche Bank wegen ihres Arbeitsplatzabbaues. Besonders verlogen ist hier, daß das Regime selbst in der Form des Emissionshandels für den Export von Arbeitsplätzen hohe Prämien zahlt. Sowas hat in Deutschland aber Tradition.

So plante der Ölkonzern Shell im Frühjahr 1995, die ausgediente Ölplattform "Brent Spar" in der Nordsee zu versenken – eine übliche Methode der Beseitigung von Altgerät. Aktivisten von Greenpeace, die die Plattform am 30.04.1995 besetzten behaupteten jedoch, die Anlage sei mit Giftmüll und Rückständen aller Art beladen, so daß eine Verseuchung des Meeres zu befürchten sei. Obwohl diese Behauptung sich später als vorsätzliche Lüge herausstellte (und sogar Greenpeace sich entschuldigte), ging der Absatz an den Shell-Tankstellen um über 50% zurück. So leicht sind die Massen zu verführen. Da in Deutschland nach wie vor ein Informationsfreiheitsgesetz fehlt ist es unmöglich festzustellen, wer diese Aktion finanziert hat, also dahintersteckt. So können sich die Rattenfänger hinter der völlig unterentwickelten Zivilgesellschaft dieses Landes verstecken.

Das war schon immer so. Wer aus der Geschichte lernen will kann nämlich zur Kenntnis nehmen, wo die Boykottaufrufe der Nazis gegen Juden und ihre Gewerbebetriebe endeten – richtig, in Auschwitz. So gewaltfrei ist die vermeintliche gewaltlose Zwangsmaßnahme des Boykotts also gar nicht. Um so widerlicher ist die Tradition, in der sich die Gewerkschaft Verdi befindet, wenn sie öffentlich über Boykottaufrufe gegen den Lebensmitteldiscounter Lidl nachdenkt, um dort die Errichtung eines Betriebsrates zu erzwingen, oder die SPD, wenn Heide Simonis zum Boykott von Nestlé aufrufe oder Franz Müntefering dazu, Konten bei der Deutschen Bank aufzulösen.

Die Sozialdemokraten, die ihre korrekte Gesinnung durch den Bau eines häßlichen und monströsen Holocaustdenkmals natürlich unübersehbar unter Beweis gestellt haben, sind doch in schlechter Gesellschaft. Sie haben nämlich nichts dazugelernt, denn die Geister, die sie rufen, könnten sie bald nicht mehr loswerden – zum Beispiel, wenn sich die wirtschaftliche Lage des Landes noch weiter verschlechterte, und das ist zu erwarten. Schon 1995 drohte die Greenpeace-Kampagne gegen Shell vereinzelt in physische Gewalt gegen Sachen umzuschlagen. Rot-Grün fördert aber bewußt und gezielt die Arbeitslosigkeit, indem man Unternehmen die Möglichkeit gibt, durch Entlassung von Arbeitskräften und Schließung von Anlagen, die dem Emissionshandel unterworfen wurden, mehr als mit dem Verkauf der Produkte zu erwirtschaften. Viele der Maschinen aus dieser Liste sind schon jetzt stillgelegt worden – unter Verlagerung der Jobs ins Ausland. Die Arbeitslosenzahl von 8,6 Millionen, die vor einem Jahr die Wirtschaftswoche errechnete, dürfte daher längst übertroffen sein.

Was hier passiert könnte sich also bitter rächen. Das Regime spielt mit dem Feuer – heute sind es "nur" Boykottaufrufe und Heuschrecken-Vergleiche, aber in nicht ferner Zukunft könnten es Straßenkämpfe und Schießereien werden. Genug illegale Waffen gibt es ja, jedenfalls hier. Dann sind wir wieder da, wo wir in der Zeit der Weimarer Republik schon einmal waren. Und das ist dem Regime wohlbewußt – sonst hätte man nicht im August 2004 Notstandsgesetze in Kraft gesetzt, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, die sich noch immer mit Hartz IV beschäftigt. Auch daß das Landwirtschaftsministerium nur wenig später begann, Ratschläge zur privaten Notbevorratung von Lebensmitteln zu erteilen, dürfte kein Zufall sein. Was immer man plant und uns mangels Informationsfreiheitsgesetz vorenthalten kann – lustig wird es nicht, jedenfalls nicht für uns. Leute wie Künast oder Trittin haben ja ihre 17-Liter-Autos oder die Flugbereitschaft der Bundeswehr, um dann dem Volkszorn zu entkommen.

Links zum Thema: Müntefering und die Judenhetze | Exportprämie für Arbeitsplätze beschlossen | Moskau ratifiziert Kyoto: Ein Ausblick | Liste mit Anlagen, die ab 2005 der Energierationierung unterliegen | 8,6 Millionen Arbeitslose – schon vor Beginn der Energierationierung | Die Arbeitsagenturen und das Sturmgewehr | Wirtschaftssicherstellungsverordnung: Rot-Grün bereitet die Kommandowirtschaft vor | Landwirtschaftsministerium ruft zu Notbevorratung auf – aber weshalb? | Zwischenruf: Jürgen Trittin und das 17-Liter-Auto | Wieder eine Flugaffäre, wieder die Grünen (interne Links)

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