Öko-Wahnsinn: Der Kyoto-Schweine-Deal

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Vor gut einem Jahr berichteten wir über die planetenrettende Furzsteuer, die in Neuseeland auf die Gasemissionen furzender Schafe erhoben wird, und das war leider keine Satire. Doch die Wirklichkeit des Öko-Wahnsinnes überholt selbst den BWL-Boten: jetzt sind die Furze von Schweinen verkauft worden. Ja, allen Ernstes verkauft. Auch das ist kein Witz, sondern möglicherweise ein Vorgeschmack auf das, was uns noch so grünt.

So berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, daß der kanadische Energieversorger Transalta und Tokyo Electroc Power dem chilenischen Schweinefleischproduzenten Agrosuper einen Millionenbetrag gezahlt hätten, daß dieser die Methanemissionen, also Furze seiner über 100.000 Tiere auffängt und das Gas verbrennt. Die Energieversorger "kaufen" sich auf diese Weise "Emissionsrechte" zur Erzeugung elektrischer Energie.

Was wie eine wirre Mär aus dem Öko-Narrenhaus aussieht, ist leider Realität: deutsche Stromkunden zahlen bald für absurde Projekte, so wie das Verbrennen von Schweineabgasen. Schon längst haben sich obskure Marktplätze für solche absurden Geschäfte etabliert. "Clean Development", wie sowas offiziell heißt, ist damit ein Hebel auszuüben, was wir in einem anderen Beitrag als strukturelle Gewalt definiert haben, nämlich Verteuerung und Verknappung.

In Deutschland sind bereits mehrere Tausend Anlagen ab 2005 unter Energierationierung gestellt worden – und das obwohl wir nach einer Analyse der Wirtschaftswoche tatsächlich schon jetzt 8,6 Millionen Arbeitslose haben. Vielleicht kaufen wir mit dem Geld deutscher Energieverbraucher auch bald die Furze chilenischer Schweine während Millionen Arbeitslose auf Hartz IV reduziert werden. Wie lange geht das noch gut?

Links zum Thema: Keine Satire: Die Furzsteuer kommt! | Politische Theorie: Gibt es einen »Neuen Faschismus«? | Energierationierung: wie funktioniert der Emissionshandel? | Liste mit Anlagen, die ab 2005 der Energierationierung unterliegen | 8,6 Millionen Arbeitslose – schon vor Beginn der Energierationierung (interne Links)

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