Ausstieg aus der Gentechnik beschlossen

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Der Bundestag hat am Freitag gegen die Stimmen der Opposition das neue Gentechnikgesetz angenommen, das den Einsatz gentechnisch optimierter Organismen praktisch verbietet. Nach dem Ausstieg aus Kernkraft, Raumfahrt, Cargo-Lifter und Transrapid stirbt also mit der Biotechnologie ein weiterer Bereich der Hochtechnologie in Deutschland aus. Die rot-grüne Koalition hat das Gesetz so verändert, daß es nicht durch den unionsdominierten Bundesrat muß, wo es mit Sicherheit scheitern würde.

Ein neues Gentechnikregister soll fortan grundstücksgenau den Anbau gentechnisch optimierter Pflanzen verzeichnen. Versteckspielchen mit Öko-Organisationen, wie jüngst in Sachsen Anhalt, das die Anbauflächen mit gentechnisch verbessertem Mais geheimhielt, so daß Greenpeace begann, flächendeckend alle Maispflanzen zu testen, um den Standort der veränderten Pflanzen herauszufinden, sind damit nicht mehr möglich. Traditionelle Bauern, deren Pflanzen durch die Sporen oder Samen gentechnisch veränderter Organismen beeinflußt werden, sollen zudem künftig einen Schadensersatzanspruch haben, was alleine schon den Anbau gentechnisch optimierter Pflanzen mit einem hohen kalkulatorischen Risiko belasten und damit unattraktiv machen dürfte. Während die Verbände der Öko-Lobby das neue Gesetz feiern, beginnen Gentechnik-Firmen ihren Abgang aus Deutschland vorzubereiten.

Kein Bereich der rot-grünen Technikfeindlichkeit zeigt die Menschen- und Lebensverachtung der ökosozialistischen Ideologie so drastisch wie die amtliche Zerstörung der Gentechnik: nicht genug, daß man mit Pflanzen, die ihre eigenen Insektizide erzeugen und gegen Fäulnis resistent sind, den Hunger wesentlich wirksamer bekämpfen könnte; die Gentechnik bietet einzigartige Chancen im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder AIDS, und jenen, die an ihnen bereits leiden, die oftmals letzte Hoffnung. Ganz offensichtlich wird hier also ein Gesetz gegen das Leben gemacht, eine amtliche Förderung von Hunger, Krankheit und Tod, was freilich ein würdiger Nachfolger des Verbotes des Insektenschutzmittels DDT Ende der 60er/Anfang der 70er ist, was der damals schon fast weltweit besiegten Malaria zu einer triumphalen Rückkehr verhalf. Daß seither an dieser Krankheit (und an dem noch schlimmeren Dengue-Fieber) weit mehr Menschen gestorben sind als durch den zweiten Weltkrieg, haben die Wadenbeißerorganisationen wie Greenpeace uns am Freitag tunlichst verschwiegen. Der Tod soll leise kommen, und umweltfreundlich: jeder Fortschritt, der Leben verlängern und Leiden verringern könnte, ist zu verhindern, die Entsorgung der Menschheit als oberstes Ziel des Ökofaschismus.

Links zum Thema: Wovor die Mächtigen sich wirklich fürchten | Die Mückenplage in den Hochwassergebieten: Weg mit dem DDT-Verbot sofort! | Führt der CO2-Wahn zum »aktiven Bevölkerungsmanagement«? | Kofi Annan, der Hunger und die "Treibhausgase" | Zitatesammlung zum politischen Ökologismus (interne Links)

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