EU-Kommissarin warnt vor Energie-Engpässen ab 2007

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Die spanische EU-Kommissarin Loyola de Palacio hat vor Engpässen in der Energieversorgung ab 2007 gewarnt. "Jede Woche", so die Kommissarin, solle ein neues Kraftwerk gebaut werden, da die installierte Kapazität überaltert sei und in den nächsten Jahren ersetzt werden müsse. Geschehe dies nicht, so sei in "vier, fünf oder sechs Jahren" mit Engpässen zu rechnen, soll wohl heißen, mit Rationierungen.

Die Kommissarin bestätigt damit Vorhersagen des BWL-Boten. Dabei übersieht sie freilich, daß gerade die EU-Kommission für den Abbau der Energieversorgung in Europa selbst verantwortlich ist. Die Rationierungen, die die Kommissarin "befürchtet", hat es schon gegeben, möglicherweise mit 15.000 Toten. Was könne also schlimmer sein wie das, was bereits geschehen ist?

Oh, ich verstehe… die Kommissarin meint, man solle jede Woche ein Windkraftwerk errichten. Kein Wunder, das würde den offensichtlich gewünschten, oder mindestens tolerierten Niedergang der Energieversorgung, ganz offensichtlich beschleunigen, denn man muß konventionelle Kraftwerksleistung vorhalten, um die unvorhersagbaren Schwankungen der Windenergie auszugleichen – Windkraftwerke erzeugen also keine Energie, sondern kosten Energie – ihre Enerhiebilanz ist unterm Strich negativ. Wie bei der Solarenergie auch. Und daß die 2,22 EUR/KWh kostet, haben wir bereits vorgerechnet.

Mit Zustimmung und Förderung der Kommission wurde in Deutschland im Energiebereich bereits die Planwirtschaft errichtet, fern jeder demokratischen Kontrolle, und schon wird die Zuteilungsbehörde vorbereitet. Wir dürfen uns also nicht über die Folgen wundern: schickt man einen Planwirtschaftler in die Wüste, wird ja auch bald der Sand knapp. Nur daß das keine Menschenleben kostet. Andere Länder haben das eingesehen und schaffen die Ökosteuer ab. Wir haben nichts begriffen und aus der Geschichte nichts gelernt. Also sind wir dazu verdammt, die Geschichte zu wiederholen.

Was hat die hohe Kommissarin also wirklich gesagt? "Ab 2007 gibt es Strom nur noch stundenweise, und im Sommer gar nicht". Das ist die wirkliche Aussage. Darauf sollten wir uns vorbereiten, wenn wir es bis 2007 nicht schaffen, die Wende zu wiederholen.

Links zum Thema: Vom Niedergang der Energieversorgung | Italien im Dunkeln – neue Probleme mit der Energieversorgung | Treibhausgasemissionsberechtigungen: Es wird ernst | Grün wirkt: Stromrationierung jetzt auch bald in Deutschland | Nachlese zum Jahrhundertsommer: Über Hitze, Energie und Fürsorgepflicht | Windkraft im Jahre 2002: alles wird teurer, nichts wird besser | Auf dem Weg in die Planwirtschaft: Kommentar zum "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien" | Auf dem Weg in die Öko-Planwirtschaft: Plant Trittin eine Zuteilungsbehörde? | "…mit vollen Händen": Gedanken zur Energie und Marktwirtschaft | Photovoltaik-Kostenrechnung: 2,22 Euro pro Kilowattstunde! | Die spanische Ökosteuer ein Vorbild für die deutsche LKW-Maut? (Externer Link)

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