Keine Satire: Die Furzsteuer kommt!

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Obwohl der BWL-Bote manchmal zu Satire neigt, so ist dieses doch ernst gemeint, bitter ernst, denn was wir hier sehen ist ein Modell für die verrücktgewordene europäische Beamtenclique, und wer weiß, wann sowas auch hier ausprobiert wird.

Die neuseeländische Regierung hat bekanntgegeben, daß ab Mitte nächsten Jahres also tatsächlich eine Flatulent Animal Tax auf die Gasemissionen von landwirtschaftlichen Tieren erhoben werden soll, die Furzsteuer: Für jedes Schaf sollen die Landwirte 9 Cent, für jede Kuh zwischen 54 Cent und 72 Cent zahlen – was bei Durchschnittsfarmern zu einer Steuerlast von ein paar hundert, bei Großfarmern zu ein paar Tausend Dollar führen wird. Und Neuseeland ist für seine riesigen Schafherden bekannt.

Unter dem Vorwand des "Klimaschutzes" wird hier eine ganze Berufsgruppe brutal abgezockt – der deutsche Autofahrer kennt das ja. Das Monster des Kyoto-Vertrages kommt also über Neuseeland – und auch für Deutschland gibt es schon ähnliche Beschlüsse, wenngleich die auch in der derzeitigen Krisensituation noch ein wenig unter der Decke gehalten werden.

Besonders an diesem Fall wird die Absurdität und Menschenfeindlichkeit der ganzen Klimaschutz-Ideologie schlaglichtartig deutlich: wollte man die neuseeländische Mentalität nämlich konsequent fortsetzen, so müßte man auch Moore und Bäume besteuern, denn beide produzieren "Klimagase", besonders letztere, denn der von Wäldern ausgehende Wasserdampf ist nämlich ein viel effektiverer "Klimakiller" als CO2. Auch Hülsenfrüchte aller Art wären hoch besteuert, und selbstverständlich müßte jeder Mensch bald eine Furz- und Rülps-Abgabe zahlen, die eigentlich eine Art Lebensberechtigungssteuer wäre: Wer nicht zahlen kann, muß sterben. Das hat man letztes Jahr schon ausprobiert: mit zahllosen Tieren, die unter dem Vorwand von BSE oder Maul- und Klausenseuche "gekeult" und auf riesigen Scheiterhaufen verbrannt wurden. So hat die EU ihr Furzproblem schon mit deutscher Gründlichkeit gelöst.

Aber Angst macht nicht mehr immer gefügig und der Öko-Katastrophismus ist kein wirksames Herrschaftsmittel mehr: Während der deutsche Michel an den Stammtischen über die "Öko"steuer schimpft, regt sich bei den neuseeländischen Farmern offener Widerstand. Und die Regierung ist gut beraten daran zu denken, daß schon ganz andere Regime von den Bauern gestürzt wurden. Aus dieser Sicht wäre freilich eine möglichst harte Durchsetzung der Furzsteuer wünschenswert, denn sie beschleunigt den Regimewechsel in Neuseeland und den Paradigmenwechsel in der restlichen Welt, weg von Ökochondrismus und grüner Abzocke und zurück zu materieller Produktion und industriellem Fortschritt.

Literatur zum Thema: Ohne Verfasserangabe: "»Gas-Steuer« auf neuseeländischem Vieh", in: Neue Zürcher Zeitung, 30.06.2003

Links zum Thema: CO2-Neurose und Nachhaltigkeits-Wahn | Was man so alles kaufen kann… oder sogar muß | Das Öko-Narrenhaus ist eröffnet | EU-Parlament stimmt Plänen zu Zertifikatehandel zu | Vorsicht, Satire: Das Kotquotenwertpapier | Benzin für 27 Cent (52,9 Pfennig) pro Liter | Direktive zur Implementierung eines EU-weiten Emissionshandels | Wissenschaftler gegen "Klimapolitik" und das Kyoto-Protokoll (interne Links) | NZ flatulence tax outrages farmers | Cattle, global warming and the fart tax (externe Links)

Update vom 10.07.2003: Zu diesem Beitrag ist inzwischen auch ein Leserbrief eingegangen, der einfach unübertrefflich ist!

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