Kommentar: 4.225.100 gemeldete Arbeitslose. Und was sagt uns das?

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Die Bundesanstalt für Arbeit gab heute bekannt, daß es bundesweit 4.225.100 gemeldete Arbeitslose gebe, was eine tatsächliche Arbeitslosigkeit irgendwo bei oder über fünf Millionen bedeutet, wenn man die Teilnehmer von Umschulungsmaßnahmen, die Sozialhilfeempfänger und die Resignierten mitrechnet. So schlimm war es schon seit fünf Jahren nicht mehr, ein Zeugnis des Versagens rot-grüner Politik. Ob da schon die Arbeiter der metallverarbeitenden Industrie mitgerechnet sind, die durch das Zwangspfand auf Getränkedosen ihren Job verloren haben, hat Florian Gerster aber nicht gesagt. Wie soll er auch, ist er doch zu Loyalität seinem Regierungschef verpflichtet: immerhin hat sich der BWL-Bote ja schon stellvertretend bei Jürgen Trittin bedankt.

Und als ob es abgesprochen wäre erfuhr man gestern vom ADAC, daß Deutschland inzwischen nicht nur die dritthöchsten Benzinpreise in Europa hat, was dank des allseits geliebten Euros ja nunmehr viel leichter zu ermitteln ist, sondern daß diese auch am schnellsten steigen. Wir sind also auf dem Weg an die Spitze, jedenfalls bei der Beschränkung der Mobilität. Immerhin, eine ganz eigene Art, Schlußlicht zu sein…

Daß das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist, wird dabei gerne verschwiegen: so steht uns in zwei Jahren der Zwangshandel mit "Klimascheinen" ins Haus, der nochmal eine heftige Verteuerung von Energie und allem, was mit Energie hergestellt wird, zur Folge haben dürfte, also eine nette, kleine Inflation. Unterdessen erfrieren die Bettler in den Straßen der vom Treibhauseffekt gewürgten Städte, und nicht nur in Moskau oder Paris, sondern sogar hier in Deutschland, im immer knapper rationierten Sozialstaat. Ja, wir haben Treibhausklima, aber es ist nicht das Wetter, das verrückt spielt, sondern die Politiker, eine wildgewordene Beamtenclique, die mit immer dreisteren Methoden die Menschen abzockt.

Alle Revolutionen, zu denen die Deutschen es bislang gebracht haben, endeten in einer Katastrophe, allen voran die von 1933, die aus dem Land der Dichter und Denker das Land der Richter und Henker machte, für angeblich Tausend Jahre. Nur 1989/90 haben wir es einmal friedlich geschafft, ein ungeliebtes Regime abzuschütteln, aber ob das dabei herausgekommen ist, was das Volk bei den Montagsdemonstrationen wirklich wollte, läßt sich angesichts immer planwirtschaftlicherer Strukturen immerhin bezweifeln.

Vielleicht ist es bald wieder soweit. Doch diesmal könnte Argentinien das Modell sein, oder Venezuela…

Links zum Thema: Diskussionsbeitrag: Thesen gegen Rot-Grün | Das Dosenpfand kostet erste Arbeitsplätze | LKW-Maut, Überwachung von Autofahrern und Energiepreise nach 2003 | EU-Parlament stimmt Plänen zu Zertifikatehandel zu | Auf dem Weg in die Planwirtschaft: Kommentar zum "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien" | "Gesundheitsreform", oder die Wissenschaft vom Durchwursteln | Zeitgeist: Neue Witze gegen Schröder und rot-grün (BWL-Bote)

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