Neuigkeiten aus dem Öko-Narrenhaus

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Zum sogenannten Weltgipfel für "nachhaltige" Entwicklung (oder sollte man sagen: Entwicklungsverhinderung?) sind die hohen Herren aus Bonn und Berlin ja nicht mit dem Fahrrad angereist, auch nicht mit dem Auto oder gar der Bahn, die schon die Briten vor 150 Jahren bis ans Kap bauen wollten, sondern bonusmeilenwirksam per Flugzeug, dem ja angeblich so umweltschädlichen Verkehrsmittel, das auch unsere grüne Elite bevorzugt (und dem Normalverbraucher am liebsten ganz vorenthalten will, auf daß man künftig über den Wolken unter sich bleibt). Und bei dieser Gelegenheit haben wir begutachten können, was uns wahrscheinlich allen bald blüht – jedenfalls, wenn niemand den wildgewordenen Turbo-Ökologismus stoppt:

Im Schnitt sollen nämlich 7 Tonnen des angeblich klimaschädlichen Gases CO2 pro Delegiertem auf dieser Reise erzeugt worden sein, und das Bundes-umweltministerium hat "Emissionsgutschriften" aus einem "Klimaschutzprojekt" in Südafrika erworben, pro Tonne ca. 8 Dollar "wert": das entspreche angeblich dem "bisher nicht kalkulierten Preis unseres Lebensstiles": Für die 180 Delegierten wurden damit ca. 10.000 US$ fällig, die einem Energieverknappungsprojekt in einem Township zufließen.

Wohl eine Reise nach Absurdistan? Könnte man meinen, und den Unsinn belächeln, mit dem sich die hohen Herren und ihre aufgeblähten Beamtenapparate da befassen, wäre es nicht so ernstgemeint, d.h., käme dieser Schwachsinn nicht bald über uns alle. Machen wir mal eine kleine Tagesbilanz auf. Die Emissionszertifikate eines Arbeitstages:

 

  • Grundgebühr für Atemerlaubnis: 16 € für die in der ausgeatmeten Luft enthaltene Menge CO2
  • Aufgestanden, gerülpst: 0,50 €
  • Kräftiger Furz in der Badewanne: 4,75 €
  • Mit dem Auto zur Arbeit gefahren, auf dem Hinweg getankt: 8,10 € Emissionszertifikate, 4,25 € Mineralölsteuer und 1,98 € USt. darauf ) Benzinpreis 3.10 €/Liter
  • Smart, "Reduce to the Max": Mehr als das kleine Öko-Ding kann ich mir nicht mehr leisten, trotz 118.000 Teuro Jahreseinkommen
  • Die Heizung im Büro aufgedreht: 2,25 €
  • Kaffee gekocht: 1,36 € – das Geld für die Emissionsscheine gleich von den Kollegen eingesammelt
  • Sechs Computer benutzt, acht Stunden, zusammen: 2,98 €
  • Abends nochmal in der Badewanne gepupst, im Rohr steckengeblieben: 1,22 €
  • Schnell alle Zimmerpflanzen entsorgt als ich im Greenpeace-Magazin las, daß auch deren Wasserdampf klimaschädlich sei
  • Nachts kurz das Licht eingeschaltet, zum Schreiben der CO2-Bilanz: 0,84 €, aber jetzt ist es dunkel, die Batterie der Solaranlage ist leer.

Und es ist nicht Karneval: dieser Blödsinn ist leider bald bittere Realität. Ich frage mich, wie lange die steuergeduldigen Deutschen das mit sich machen lassen…

Aktuell zum Thema: Webseite mit mehr Details zu diesem Unsinn | Die Steuer auf Furzen ist keine Satire: Flatulent Animal Tax I (externe Links) Was das Umweltministerium endlich tun sollte | CO2-Neurose und Nachhaltigkeits-Wahn | Was man so alles kaufen kann� oder bald sogar muß! (BWL-Bote)

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