CO2-Neurose und Nachhaltigkeits-Wahn

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CO2-Neurose und Nachhaltigkeits-Wahn haben vielen Menschen das Hirn verwirrt – wie alle Ideologien, die die größte Gefahr für eine freiheitliche und prosperierende Marktwirtschaft sind – falls eine solche in Deutschland überhaupt noch existiert. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – ich kann einfach immer noch nicht so recht glauben, daß der Handel mit Steuern auf Luft wirklich ernstgemeint ist. Aber es scheint wohl so: Sehen wir uns zwei besonders krasse Beispiele an.

Die Deutsche Ausgleichsbank (DtA; vgl. auch den Beitrag des BWL-Boten vom 05.04.2002) hat in einem "Pilotprojekt" schon still und heimlich mit der Einführung des CO2-Zertifikatehandels begonnen – wenngleich bisher auf freiwilliger Basis. Was derzeit noch ohne Zwang versucht wird, soll ja gemäß dem unseligen Kyoto-Protokoll bald zur Pflicht werden, mit drastischen Strafen, die die derzeitige Insolvenzwelle wie ein Sonntagsspaziergang aussehen lassen – mit den an dieser Stelle schon beschriebenen furchtbaren Auswirkungen für die Bevölkerung.

Das Hamburger Weltwirtschaftsarchiv (HWWA) hat schon einen ähnlichen "CO2-Wettbewerb" aufgelegt, der mit 175.000 € dotiert ist. Gesucht ist hier die effektivste Klimaschutzmaßnahme – wobei wohl eigentlich die effektivste Verknappungsmaßnahme gemeint ist. Besonders fällt dabei auf, daß der Mineralölkonzern BP mitmacht: verwunderlich ist das allerdings nicht, denn die geplanten Verknappungen kommen auch den Mineralölkonzernen zugute, die nämlich hoffen, durch den geplanten CO2-Zertifikatehandel mehr zu verdienen als durch den Verkauf von Öl und Treibstoff, so daß sie die Verknappungsmaßnahmen voranzutreiben suchen. Besonders perfide ist bei diesem "Wettbewerb" übrigens, daß der Preis im Ankauf der eingesparten Menge CO2 bestehen soll: nicht nur die Aktion selbst ist eine Luftnummer, sondern auch der dabei vergebene Preis.

Doch und blüht noch weitaus mehr: Weiter las ich, daß das Bundeskabinett am 27. März den "Umweltbericht 2002" des Bundesumweltministers Trittin beschlossen habe. Trittin will die störende Nutzung der Atmosphäre und der Meere besteuern, also den Flugbetrieb und die Seeschiffahrt: Der Einstieg in den Ausstieg aus dem Sommerurlaub (oder nur noch Fahrradtouren?). Die Bundesregierung werde sich intensiv um eine europäische Besteuerung von Flug-Kerosin und emissionsbezogene Start- und Landegebühren bemühen. Es ist also wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das Atmen besteuert wird. Immerhin sind wir schon auf dem besten Weg dorthin, und in New Zealand macht man es uns vor: dort soll es bereits eine Steuer auf furzende Tiere ("Flatulent Animal Tax", externer Link) geben, wie die Spaceflight-Seite www.spacedaily.com (externer Link) berichtet, die allerdings nicht nur über Weltraumfahrt berichtet, sondern auch voller Ökopropaganda steckt. Immerhin ist die Lösung der Neu Seeländer recht umständlich: in Europa hat man die armen Viecher letztes Jahr unter Vorwänden wie BSE oder Maul- und Klauenseuche einfach umgebracht. Da haben sie nicht nur aufgehört zu furzen, sondern auch, zu atmen. Wie praktisch! War das etwa eine Vorstufe zu geplanten Einschränkungsmaßnahmen der Zahl der Menschen, die ja auch atmen und manchmal furzen?

Zu den Nahzielen gehört wohl eher die Umlage der Kfz-Steuer auf die Mineralölsteuer (um die bösen Vielfahrer zu bestrafen) und der Fortschritt der Abscheidung und Endlagerung von CO2. Vielleicht sollte man aber unbelehrbare CO2-Neurotiker schleunigst von der Politik abscheiden und dort endlagern, wo sie keinen Schaden mehr anrichten, denn dieses segensreiche Gas fördert bekanntlich das Pflanzenwachstum, könnte also zur Beendigung des Hungers durch Erhöhung des Nahrungsmittelangebotes beitragen. Ist es etwa das wahre Ziel des CO2-Wahnes, die Menge der verfügbaren Nahrungsmittel und damit die Anzahl der Menschen zu beschränken?

Aktuell zum Thema: Der "Hessen-Tender" der Deutschen Ausgleichsbank | (Externer Link)

Literatur zum Thema: Dirk Maxeiner / Michael Miersch, "Lexikon der Öko-Irrtümer", Eichborn-Verlag, ISBN 3-8218-0586-2 (Homepage); Heinz Hug, "Der tägliche Öko-Horror. So werden wir manipuliert", Langen Müller / Herbig, ISBN 3-7844-7354-7.

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