Bewerbung

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Die Bewerbung

Eine Bewerbung besteht in der Regel aus drei Hauptbestandteilen: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf. Diese drei Seiten bestimmen über Ihr Weiterkommen in die nächste Bewerbungsrunde. Damit Ihnen dies gut gelingt, haben wir Ihnen im Folgenden hilfreiche Infos zur Anfertigung Ihrer Bewerbungsunterlagen zusammengetragen.

Das Deckblatt

DeckblattAuf einem Deckblatt der Bewerbung müssen alle wichtigen Daten zum Bewerber für den Arbeitgeber ersichtlich sein. Demnach müssen also Name, Adresse, Telefonnummer und Emailadresse sowie ein Foto, das dem Namen ein Gesicht zuordnet, darauf zu finden sein. Außerdem sollte die Stelle, auf die Sie sich bewerben, hier genannt werden.

Bei Ihrem Namen können, müssen Sie aber nicht, die zweiten und dritten Vornamen erwähnen. Hier empfiehlt es sich, den Namen anzugeben, der Ihr Rufname ist. Dieser muss jedoch auch in Ihrem Ausweis stehen. Mit der Angabe nur eines Vornamens umgehen Sie problemlos die unangenehme Frage, wie man Sie denn nun nennen soll bzw. welcher Name auf Ihrem Mitarbeiterausweis stehen soll.



Das Anschreiben

Im Anschreiben schildern Sie dem Arbeitgeber wer Sie sind, was Sie können, was Sie bereits gemacht haben und warum gerade Sie der oder die Richtige für die ausgeschriebene Stelle sind. Mit diesen Leitfragen im Hinterkopf sollten Sie sich an Ihre Bewerbung setzen. Beachten Sie beim Verfassen darauf, dass Ihre Bewerbung aus einer Einleitung, einem Mittelteil und einem Schluss bestehen sollte.

Die Einleitung bietet Platz für eine Beschreibung dessen, wo Sie die Stellenanzeige gefunden haben und weshalb Sie sich auf den ausgeschriebenen Job bewerben. Im Mittelteil Ihrer Bewerbung beschreiben Sie Ihre bisherige Laufbahn mit den erlangten Qualifikationen. Zudem können Sie hier Eigenschaften und Gründe nennen, weshalb Sie die ideale Person für den Job sind. Der Schluss beinhaltet eine Grußformel, gegebenenfalls Angaben zum frühesten Eintrittsdatum und zur Gehaltsvorstellung sowie der handschriftlichen Unterschrift.

Beachten Sie dabei, dass Sie sich ausschließlich auf Positionen bewerben, die Sie auch tatsächlich mit Ihren vorhandenen Fähigkeiten meistern können. Natürlich kann man sich immer verbessern und viele Arbeitgeber unterstützen und fördern dies, jedoch sollten Sie sich nicht als Experte für Social Media ausgeben, wenn Sie diese noch nicht einmal benennen können. Dies kann nur negativ auf Sie zurückfallen und im schlimmsten Fall in einer Kündigung gipfeln.

Einleitung

EinleitungBei der Einleitung ist der erste Satz des Anschreibens immens wichtig. Deshalb ist es oft schwierig, diesen zu formulieren. Die ersten Worte signalisieren dem Leser des Anschreibens, meist dem Personaler, ob es sich lohnt, die vorliegende Bewerbung weiterzulesen oder ob die Bewerbung aufgrund von grammatischen, semantischen oder inhaltlichen Fehlern aus dem Bewerberpool aussortiert werden kann.

Darüber hinaus helfen Formulierungen, die sich von dem Standard-Einleitungssatz „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als …“ abheben, da dies immer eine willkommene Abwechslung für das Auge des Lesers ist und somit Interesse wecken kann. Eine Möglichkeit die individuelle Einleitung zu formulieren, ist folgende: Sie stellen sich die Fragen „Warum bewerbe ich mich?“, „Warum bewerbe ich mich gerade bei dieser Firma?“ und „Weshalb bin ich der/die Richtige für die ausgeschriebene Stelle?“. Bei der Beantwortung dieser Fragen sollten Sie diese jedoch so kurz und prägnant wie möglich in sechs bis acht Sätzen beantworten. Außerdem wird geraten, dabei authentisch und für den Arbeitgeber nachvollziehbar zu formulieren.

Inhalt

InhaltIm Anschreiben sollten Sie, ebenfalls wie im Lebenslauf, Ihre Kontaktdaten unterbringen. Dazu gehören Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer/Handynummer und Ihre Emailadresse. Dies wirkt seriös und macht dem Arbeitgeber klar, dass Sie erreichbar sind, wenn dieser Sie erreichen will. Diese Erreichbarkeit übertragen viele Personaler auch auf das spätere Berufsleben – die Erreichbarkeit wird hier oft mit Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein in Verbindung gebracht. Bedenken Sie auch, dass manchmal nur einzelne Seiten weiter gereicht werden und der Arbeitgeber immer wissen sollte, wie er Sie für Rückfragen, Telefongespräche oder mögliche Einladungen zum Vorstellungsgespräch erreicht. Sie sehen also: Ein wichtiger Punkt, der definitiv in einem Anschreiben vorhanden sein muss!

Sie sollten auch darauf Acht geben, dass Sie sich nicht ausschließlich Eigenschaften zuordnen, die in jeder Vorlage benutzt werden und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens jeder zweite Bewerber in seine oder ihre Bewerbung schreibt. So beispielsweise die Eigenschaften „flexibel“, „teamfähig“, „belastbar“ und „zuverlässig“. Natürlich sind dies alles Eigenschaften, die ein Personaler gerne in seinen Bewerbern wiederfinden möchte, jedoch sollten Sie versuchen, diese Eigenschaften zu belegen – an Beispielen zu veranschaulichen, unter Beweis zu stellen oder anders zu formulieren, denn: Abwechslung fällt immer positiv in Anschreiben auf!

Auch wird heutzutage Augenmerk darauf gelegt, dass kein – oder nicht viel – Konjunktiv im Bewerbungsanschreiben verwendet wird. Neben dem dadurch entstehenden Effekt des unangenehmen und umständlichen Lesens, signalisiert diese Zeitform in einem Anschreiben Unsicherheit. Sie können in Ihrer Bewerbung gerne selbstbewusst formulieren – schließlich be“werben“ Sie sich dabei. Sie dürfen sich also gut und gerne im besten Licht darstellen, sollten dabei aber immer bei der Wahrheit bleiben!

In manchen Stellenausschreibungen wird ausdrücklich gewünscht, dass der frühest mögliche Eintrittstermin und/oder die Gehaltsvorstellungen des Bewerbers im Anschreiben enthalten sein sollen. Bezüglich der Gehaltsvorstellungen empfiehlt es sich, anstelle eines festgesetzten Betrags eine Spanne anzugeben. Diese können Sie, ebenso wie den Eintrittstermin, am Ende Ihres Anschreibens platzieren.

Als letzten Absatz sollten Sie eine Abschlussformulierung unter Ihr Anschreiben setzen. In dieser sollten Sie erwähnen, dass Sie sich über ein persönliches Kennenlernen/persönliches Gespräch/Vorstellungsgespräch freuen. Am Ende eines Anschreibens steht eine förmliche Grußformel sowie die handschriftliche Unterschrift. Diese kann zwar auch mit digitaler Schrift unter das Anschreiben gesetzt werden, allerdings nur als Ergänzung unter die richtige Unterschrift des Bewerbers.

Tipp: Eine horizontale Linie eignet sich hervorragend als Trennung der Unterschrift und des Namens in digitalen Buchstaben. Auf der Linie wird die Unterschrift platziert, unter dieser der getippte Name des Bewerbers.

Schreibstil

SchreibstilGenerell gilt, dass Sie Ihre Darstellungen über Ihre Person, Ihre Fähigkeiten und Ihre Ausbildung immer an Beispielen belegen müssen. So sollten Sie nicht nur schreiben, dass Sie eine Ausbildung gemacht haben, sondern auch, zu was Sie eine Ausbildung gemacht haben und wo Sie diese absolviert haben. Oder wenn Sie sagen, dass Sie hervorragende Kenntnisse in der Programmiersprache C++ haben, sollten Sie erläutern, woher Sie diese haben und weshalb diese hervorragend sind.

Individualisierung
Eine Individualisierung der Bewerbung ist immer gern gesehen. Das Auge des Betrachters freut sich, wenn es nach einigen immer gleich nach Schema-F formulierten Bewerbungen einmal eine Abwechslung zu sehen bekommt. Eine Individualisierung und somit eine Hervorhebung Ihrer Bewerbung können Sie beispielswiese insofern erreichen, in dem Sie im Anschreiben einen Bezug zum Unternehmen herstellen. Dies kann sowohl in der Einleitung als auch im Fließtext geschehen. Beispielsweise können Sie sich auf das Leitbild oder den Slogan der Firma beziehen und sagen, dass Sie sich ebenfalls mit diesen Werten o.Ä. identifizieren oder der Slogan Sie anspricht – aber bitte nur, wenn dies der Fall ist.

Sprache
Die Sprache, die Sie in Ihrer Bewerbung verwenden, sollte nicht umgangssprachlich sein. Sie bewerben sich auf einen Job und dies ist eine ernste Angelegenheit – jedenfalls, wenn Sie es mit dem Job ernst meinen. Dementsprechend formell sollte die Sprache in einem Bewerbungsanschreiben gestaltet sein. Falls Sie Schwierigkeiten mit Formulierungen haben, können Sie sich an Vorlagen im Internet oder an einschlägiger Literatur orientieren. Jedoch empfiehlt es sich nicht, die Vorlagen und dessen Formulierungen 1:1 zu übernehmen. Zusätzlich sollten Sie in der Lage sein, jederzeit wieder so zu formulieren, falls Sie sich für einen Job bewerben der die Fähigkeit erfordert, Schriftsätze zu produzieren, Rechnungen zu erstellen oder Ähnliches anzufertigen. Schreiben Sie also authentisch formell.

Checkliste: Was unbedingt im Anschreiben enthalten sein muss

Checkliste

  • 1. Richtiges Datum
  • Das Bewerbungsanschreiben sollte immer mit einem Datum versehen sein. Achten Sie beim Absenden der Unterlagen darauf, dass es das aktuelle Abschick-Datum ist und nicht das, an dem Sie das Dokument erstellt haben.

  • 2. Vollständige Anschrift
  • Was selbstverständlich nicht fehlen darf, ist die vollständige Anschrift des Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben. In der Adresse sollte der Name des Ansprechpartners für diese Stelle integriert werden.

  • 3. Betreffzeile
  • Eine Betreffzeile muss in einem Anschreiben enthalten sein. In der Betreffzeile erwähnen Sie bestenfalls die Position, auf die Sie sich bewerben („Bewerbung um eine Stelle als …“).

  • 4. Personalisierte Anrede
  • Die Anrede bei einem Bewerbungsanschreiben sollte immer personalisiert sein, d.h. Sie sollte sich immer an einen konkreten Ansprechpartner wenden. Meistens sind die richtigen Ansprechpartner die Personalreferenten des Unternehmens. Die Namen dieser werden regulär in den Stellenausschreibungen genannt. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, recherchieren Sie den/ die Personalreferenten/-in des Unternehmens im Internet oder rufen Sie ganz einfach bei dem Unternehmen an und fragen nach dem Namen Ihres Ansprechpartners.

  • 5. Korrekturlesen
  • Zur Absicherung können Sie Ihre Bewerbung Korrekturlesen lassen – von jemandem in Ihrem Umkreis, dem Sie vertrauen, von einem Bekannten, der Ahnung von der Materie hat oder vielleicht sogar von einem Personaler in Ihrem Umfeld. So können Sie ein konstruktives Feedback bezüglich Ihrer Bewerbung bekommen und auf mögliche Fehler oder Verbesserungen aufmerksam gemacht werden ohne dabei Ihr Gesicht zu verlieren.


Layout des Anschreibens

Das Layout einer Bewerbung ist natürlich immer Geschmackssache – es gibt jedoch einige Vorgaben, an denen man sich orientieren sollte, damit die Bewerbung seriös und strukturiert wirkt.

Eine gute Gliederung schmeichelt dem Auge und unterstützt den Lesefluss. Das kann Wohlwollen beim Leser gegenüber dem Bewerber auslösen. Demnach sollten Sie den Zeilenabstand so wählen, dass der Text nicht gequetscht oder unleserlich wirkt. Man sollte mit bloßem Auge von einem normalen Leseabstand aus, den gesamten Text problemlos lesen kann. Auch der Seitenrand sollte gut gewählt sein, denn dieser kann dem Text einen schönen Rahmen bieten. Der Leser sollte das Blatt in den Händen halten können, ohne die Schrift zu verdecken. Beides wirkt seriös und professionell auf den Arbeitgeber und kann zusätzlich einen Eindruck von Ihren Office-Kenntnissen vermitteln.

Tipp: Es gibt die Faustregel 3 – 5 – 7 für Bewerbungsanschreiben. Diese Anzahl von Zeilen macht sich im Auge des Betrachters am besten und wirkt am strukturiertesten. Die Regel besagt, dass ein Absatz bestenfalls nicht weniger als 3 und nicht mehr als 7 Zeilen enthalten sollte.



Lebenslauf

Der Lebenslauf gibt Aufschluss über Ihren bisherigen Werdegang. Darin sollten alle wichtigen Fakten zu Ihrer Person gelistet werden. Dabei sollte Ihr Lebenslauf übersichtlich, kompakt und aufschlussreich sein.

Inhalt

Inhalt LebenslaufEin Personaler liest Lebensläufe mit unterschiedlichen Kriterien im Kopf, die es zu erfüllen gibt. Einige Kriterien sind für eine Stelle sehr wichtig, andere wiederum nicht. Ob und inwieweit Sie diese Kriterien erfüllen, können Sie im Lebenslauf ausdrücken.

Da gibt es zum einen die Kriterien, die Sie für die ausgeschrieben Stelle vorweisen müssen, wie beispielsweise eine bestimmte Ausbildung oder ein bestimmter Studienabschluss in einem speziellen Fach. Diese müssen unbedingt in Ihrem Lebenslauf stehen! Ebenso wie Praktika oder Nebenjobs, die Sie für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren und gegenüber anderen Bewerbern einen Vorteil verschaffen können.

Auch stehen in einem Lebenslauf die Kriterien, die Ihnen helfen können, die Stelle zu bekommen oder zumindest für ein Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Dazu gehören unter anderem Fremdsprachenkenntnisse, besondere PC Kenntnisse oder qualifizierende Weiterbildungen oder Ähnliches.

Außerdem sollten wissenswerte Informationen für den Arbeitgeber wie ehrenamtliche Tätigkeiten, Nebenjobs oder Ihre persönlichen Hobbys, die auch für eine Stelle qualifizierend wirken können, in Ihrem Lebenslauf beschrieben werden.

Relevanz

Relevanz des LebenslaufsFalls ein Personaler mit einem Lebenslauf nicht zufrieden ist, verwirrt wird oder mögliche Fragen offen bleiben, wird er sich die weiteren Bewerbungsunterlagen nicht ansehen. So hart das klingt, so wahr ist es. Wenn jedoch alle Fragen eines Arbeitgebers beantwortet werden und dieser nicht zu einer weiteren Recherche zum Bewerber gezwungen wird, nimmt er die gesamte Bewerbung genauer unter die Lupe. Deswegen ist es umso wichtiger, dass alle wichtigen Informationen auf einen Blick ersichtlich, der Lebenslauf klar strukturiert und kompakt formuliert ist.

Ein Lebenslauf sollte also keine Fragen beim potentiellen Arbeitgeber hinterlassen. Demnach ist ein klarer und aufschlussreicher Lebenslauf, der alle möglichen Fragen zur Person sowie zu dessen Ausbildung beantwortet, einzureichen. Dazu gehört auch, dass keine Lücken – vor allem nicht nach dem Zeitpunkt des Studienabschlusses – innerhalb eines Lebenslaufs bestehen dürfen.

Falls Sie Lücken zu füllen haben, können Sie diese anstatt mit dem unschönen Wort „arbeitslos“ mit „Neuorientierung“ oder „Bewerbungsphase“ umschreiben. Der Lebenslauf muss zudem mit Ort und Datum versehen sowie unterschrieben werden. Alles andere wirkt unseriös.

Länge

Länge des LebenslaufsNach Auffassung verschiedenster Unternehmen und dessen Personaler sollte der Lebenslauf nicht mehr als drei Seiten (DIN-A4) überschreiten. Wenn Sie zu den Berufseinsteigern gehören, sollten Sie sogar bemüht sein, Ihre bisherige Laufbahn auf zwei Seiten zusammenzufassen. Haben Sie jedoch immens viel Berufspraxis in einem für die ausgeschriebene Stelle einschlägigen Bereich gesammelt, sollten die unterschiedlichen Tätigkeiten jedoch definitiv auf Ihrem Lebenslauf untergebracht werden. Dann darf der Lebenslauf auch gut und gerne drei volle Seiten umfassen.

Angaben

Die folgenden Angaben sollten in Ihrem aussagekräftigen Lebenslauf enthalten sein:

1. Persönliche Daten

  • Name
  • Geburtstag und –ort
  • Adresse
  • Familienstand
  • Kontaktmöglichkeiten (Telefonnummer, Emailadresse)
  • Punkte, die aufgenommen werden können aber nicht müssen:

  • Nationalität (heute meist nur noch, falls keine deutsche Staatsangehörigkeit vorhanden ist)
  • Religionszugehörigkeit (nur zu erwähnen, falls die Bewerbung an eine kirchliche Institution o.Ä. geht)

2. Schulausbildung / Ausbildung / Studium

  • Schulausbildung
  • -Grundschule *
    -weiterführende Schule/Berufsschule

  • Beruflicher Werdegang (bei Berufstätigen) *
  • – welche Ausbildung?
    – in welchem Betrieb?
    – wo bisher tätig gewesen?

  • Akademische Ausbildung
  • -Studienbeginn, -fach
    -Hochschule
    -Thema der Abschlussarbeit
    -(voraussichtliches) Ende des Studiums

3.Berufserfahrung

  • Praktika / Nebenjobs mit Aufgabenbereichen (wenn für den ausgeschriebenen Job relevant + nicht länger als 5 Jahre zurückliegend)
  • Zeugnisse

4. Weitere Qualifikationen

  • Fremdsprachenkenntnisse + Stand (Anfänger, Fortgeschritten, Dolmetscher etc.)
  • PC-kenntnisse (Software-Kenntnisse wie Bildbearbeitung, Programmier-Kenntnisse wie C++ etc.)
  • qualifizierende Zertifikate (diese können im Anschreiben erwähnt, im Lebenslauf gelistet und dem Anhang beigefügt werden)
  • Zusatzausbildungen

5. Interessen

  • Hobbys
  • Mitgliedschaften (diese sollten jedoch seriös oder einschlägig sein)

Zudem sollten Sie in Ihrem Lebenslauf schreiben, ob und wann Sie Zivil- oder Wehrdienst geleistet haben, wann Sie am ehesten den Job antreten können und die Zeugnisse beilegen, die Ihnen für Ihren bisherigen Tätigkeiten, Ausbildungen und/oder Weiterbildungen ausgehändigt wurden.

Manche Angaben, wie beispielsweise zu Eltern, Kindern sind heute nicht mehr in eine Bewerbung zu schreiben. Diese und ähnliche Angaben werden heute weggelassen, da diese als veraltet gelten und als möglicher unfairer Vor-/Nachteil für Bewerber betrachtet werden können.

*Informationen zur Grundschule können von Berufstätigen bzw. von Personen, die bereits eine Ausbildung und/oder ein Studium abgeschlossen haben, sorglos übersprungen werden. Bei Abiturienten ist diese Info jedoch zu beschreiben.

Lebenslauf – was kommt wann?

ReihenfolgeStrittig ist, in welcher Reihenfolge ein Lebenslauf heutzutage anzufertigen ist. Manche Bewerber und Unternehmen bevorzugen die in Deutschland reguläre Form, die den Werdegang vom Anfang bis zum heutigen Zeitpunkt chronologisch beschreibt. Auf der anderen Seite wird der amerikanische Stil (gerade in internationalen Unternehmen) hierzulande immer populärer. Bei diesem ist es üblich von der zuletzt erreichten Position / Titel, also die aktuellsten Daten zuerst zu listen und so den Zeitstrahl zurückgehend zu den Anfängen der Karriere zu gehen.

Der Vorteil der amerikanischen Variante ist der, dass der Arbeitgeber sofort den Ist-Zustand des Bewerbers sieht. Der Vorteil der chronologisch geordneten Variante ist wiederum der, dass der komplette Werdegang deutlich wird. Die Reihenfolge ist demnach Geschmackssache und je nach Gefühl welche Variante besser zum Unternehmen und/oder zu Ihrer Person passt, zuzuordnen.

Layout des Lebenslaufs

Generell gilt: Die grafische Gestaltung Ihres Lebenslaufs sollte eher schlicht sein. Hier ist weniger mehr, denn dieser soll die Seriosität der Angaben und somit die Ihrer Person ausdrücken. Allerdings gibt es auch Branchen, wie beispielsweise die der Werbung, in denen Kreativität stark gefragt ist. Dabei sollen Sie jedoch ein gesundes Mittelmaß an Ideenreichtum und Ernsthaftigkeit finden.

Bewerbungsfoto
BewerbungsfotoDas Bewerbungsfoto, das ebenfalls auf dem Lebenslauf zu finden sein sollte (optimaler Weise zusätzlich auf dem Deckblatt), ist ebenfalls ausgesprochen wichtig bei einer Bewerbung. Die Aussagekraft eines professionell fotografierten Portraitbilds ist dabei nicht zu unterschätzen. Mit angemessener Kleidung, richtiger Körperhaltung, hellen Hintergrundfarben und einem freundlichen Lächeln direkt in die Kamera signalisieren Sie Ihrem potentiellen Arbeitgeber Sympathie, Aufgeschlossenheit und Seriosität. Angemessene Kleidung ist hierbei für Frauen eine Bluse sowie ein Blazer. Männern wird hingegen ein Hemd, eine Krawatte und ein Sakko empfohlen.

Ein kompetenter Fotograf kann Ihnen helfen, die richtige Pose aus Ihnen hervorzulocken und/oder zu optimieren. Achten Sie darauf, dass Sie bestmöglich die Eigenschaften auf dem ausgewählten Foto ausstrahlen, die für Ihren Traumjob nötig sind. Deshalb empfiehlt es sich, verschiedene Aufnahmen mit unterschiedlichen Posen und Gesichtsausdrücken zu machen und aus diesen dann das Beste auszuwählen. Zudem kann ein professionelles Fotostudio Ihre Bewerbungsfotos so bearbeiten, dass diese noch ansprechender auf den Betrachter wirken. Machen Sie also einen großen Bogen um Fotoautomaten oder die eigene Privatsammlung und investieren Sie in ein paar schöne Fotos, die Ihnen womöglich zu Ihrem Traumjob verhelfen können.

Ein Bewerbungsfoto hat die Maße 4,0 x 5,5, cm. Das Foto sollte im Idealfall in digitaler Form auf dem Lebenslauf oben rechts platziert und ausgedruckt werden. Falls dies nicht möglich ist, sollte es mit Klebestreifen auf dem Lebenslauf befestigt werden. Zudem sollte Ihr Name hinten auf dem Foto stehen, falls dieses abfallen sollte. Außerdem sollten Sie in Betracht ziehen, Ihr Bewerbungsfoto auch auf dem Deckblatt Ihrer Bewerbung unterzubringen. Der Vorteil daran ist, dass der Personaler so alle Fakten auf einen Blick hat und Ihnen als Bewerber nicht nur einen Namen, sondern auch ein Gesicht zuordnen kann.

Extra: Email- und Online-Bewerbung

Heute sind Bewerbungen per Email oder über das Online-Portal des Unternehmens oft lieber gesehen als die Bewerbung in reiner Papierform. Deshalb geben wir hier einen Einblick in die richtige Email- und Online-Bewerbung.

Email-Bewerbung

Email-BewerbungHeute ist die Email-Bewerbung eine sehr verbreitete und gern gesehene Form der Bewerbung. So können Sie sich schnell und einfach nicht nur im eigenen Land, sondern auch weltweit bewerben.
Bei einer Email-Bewerbung ist folgendes zu beachten:

  • 1. Bewerben Sie sich nur per Email, wenn dies in der Stellenanzeige gewünscht ist!
  • Ein Anzeichen dafür, dass Email-Bewerbungen erwünscht sind, ist die Nennung einer Emailadresse in der Stellenausschreibung. Auch, wenn eine Emailadresse in den Kontaktdaten aufgelistet ist, können Sie sich per Email bewerben. Die Bewerbung per Email wird außerdem oft auch explizit in der Jobanzeige formuliert. So können Sie sich ganz sicher sein, dass eine Email-Bewerbung bei einem Unternehmen gewünscht ist.

  • 2. Schicken Sie Ihre Bewerbung nur von einer seriösen Emailadresse aus ans Unternehmen!
  • Sie sollten auf keinen Fall Emailadressen wie schmusibär123@weißnicht.com nutzen, wenn sie Ihre Bewerbung verschicken! Um einen professionellen Eindruck zu machen und zu vermitteln, dass Sie ernsthaft an der Stelle interessiert sind, sollte der Absender eine Emailadresse wie beispielsweise Otto.Normalverbraucher@Email.de vorweisen.

  • 3. Keine Umgangssprache oder Abkürzungen in der Email nutzen!
  • Zu einer Email-Bewerbung gehört auch ein kleiner Text, den Sie als Teaser zu Ihrer Bewerbung nutzen sollten und dem Arbeitgeber kurz verständlich machen, weswegen Sie schreiben und was im Anhang zu finden ist. Dabei ist keine Umgangssprache wie beispielsweise „Hallo“ bei der Begrüßung oder Abkürzungen wie „MfG“ bei der abschließenden Grußformel zu verwenden.

  • 4. Die Bewerbung sollte idealerweise als PDF angehängt werden!
  • Die Bewerbung sollten sie als ein Dokument anhängen, am besten als PDF-Datei. So können Sie dem Leser eine komprimierte Form Ihrer Bewerbung anbieten, die alle Unterlagen enthält und darüber hinaus eine Übersichtlichkeit der Inhalte garantiert. Ein Word-Dokument kann häufig über die Funktion „speichern unter“ als PDF-Datei gespeichert werden. Wenn dies bei Ihnen nicht funktioniert, können Sie sich kostenlose Programme runterladen, die Ihr Dokument in eine PDF-Datei konvertieren. Weitere gängige Formate für Zeugnisse, Fotos und Zertifikate sind .doc, .txt und .jpg. Außerdem sollten die angehängten Dokumente ordentlich benannt sein und die Größe von 2-3 MB nicht übersteigen.

Online-Bewerbung

Online-BewerbungDie Online-Bewerbung wird immer beliebter bei Unternehmen. Gerade große Unternehmen bieten Onlinebewerbungs-Portale für die Bewerbung an, in denen sie vorgeben, was wann wo eingegeben oder hochgeladen werden soll. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie die Felder, die das Unternehmen vorgibt, auch ausfüllen. Gerade Anschriftenfelder, Daten zum beruflichen Werdegang und zu Qualifikationen sind vollständig auszufüllen. Die Länge der Felder kann Ihnen zur Orientierung dienen, in welcher Breite Sie diese füllen.

Extra: Zertifikate als wichtiger Bewerbungsbestandteil

Zertifikate bescheinen Ihnen besondere Fähigkeiten oder Qualifikationen. Diese sollten Sie immer bei einer Bewerbung hervorheben, denn diese Zusatzqualifikationen können Ihnen auf dem Arbeitsmarkt einen Vorteil verschaffen.

Zertifikate geschickt im Anschreiben einbringen
Ihre erlangten Zertifikate können Sie gerne in Ihrem Bewerbungsanschreiben unterbringen und somit Ihre Argumente stützen. Dies geschieht bestenfalls in dem Teil, in dem Sie erklären, weshalb gerade Sie der oder die Richtige für die Stelle sind und welche Qualifikationen Sie dazu befähigen. Falls Sie mehrere Zertifikate vorweisen können, sollten Sie sich im Anschreiben auf diejenigen beschränken, die unmittelbar mit der ausgeschriebenen Stelle oder dem Unternehmen zu tun haben. Ihre weiteren Zertifikate können Sie dann im Anhang auflisten.

Zertifikate in weiteren Qualifikationen einbinden
Im Lebenslauf bietet der Punkt „Weitere Qualifikationen“ Platz für die Erläuterung Ihrer Zertifikate. Hier können Sie all Ihre erworbenen Zertifikate auflisten und kurz erläutern, zu was Sie diese Weiterbildung befähigt und was Inhalte dieser waren. Es ist ratsam, dies im Lebenslauf unterzubringen, da die meisten Personaler nur den Lebenslauf und evtl. das Anschreiben lesen. Falls diese nicht überzeugen, schaut dieser sich nicht mehr den Anhang an, sondern verbannt die Bewerbung auf den Absagen-Stapel.

Erläuterung der Zertifikate im Lebenslauf
Bei der Erläuterung Ihrer Zertifikate sollen Sie darauf achten, dass Sie Ihre Zusatzqualifikation in eine Verbindung mit der ausgeschriebenen Stelle setzen. So können Sie beispielsweise eine Zusatzqualifikation, die im Stellenangebot gefordert wird oder die für diese Tätigkeit unabkömmlich ist, aufführen und erklären, dass diese dem Anforderungsprofil entspricht. Die Zusatzqualifikationen, die nichts mit der Stelle zu tun haben sowie erworbene Kompetenzen, die nicht auf die Stelle übertragbar sind, sollten demnach nur knapp erwähnt werden.

Der richtige Platz in der Bewerbungsmappe
Im Anhang sollten Ihre Zertifikate nach Ihren Arbeitszeugnissen zu finden sein. Dabei ist es wichtig, dass diese in chronologischer Reihenfolge – die aktuellsten zuerst – beigefügt sind. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Dokumente übersichtlich angeordnet sind – evtl. mit Trennpapier o.Ä., sodass der Personaler nicht gefrustet wird, falls er sich diese anschaut. Dabei gilt, dass die Zertifikate immer kopierte Exemplare und keine Originale sind.

Extra: Bewerbungsmappe

BewerbungsmappeDie von Personalern bevorzugte Bewerbungsmappe ist eine aus durchsichtigem Plastik bestehende Mappe, an deren linken Seite ein ausschwenkbarer Clip vorhanden ist. Die durchsichtige Hülle ermöglicht dem Personalreferenten einen Blick auf das Deckblatt. So kann er oder sie sich bereits einen ersten Eindruck über die Bewerbung und den/die Bewerber/in verschaffen und sich eventuell Ihren Namen sowie das dazu gehörende Gesicht besser einprägen.

Der seitliche Clip garantiert einen festen Halt und vermindert das Risiko einer Zettelwirtschaft auf dem Schreibtisch des Personalers. Vermeiden Sie also lose Blätter, die das lesen der Bewerbung unnötig erschweren und die Reihenfolge der Unterlagen durcheinander bringen.

Achten Sie darauf, dass alle Bewerbungsunterlagen in dieser Mappe enthalten sind – Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen, Zeugnisse, Zertifikate etc.!

Umschläge
Falls Sie Ihre Bewerbung postalisch verschicken, sollten Sie dafür einen A4-Umschlag (bestenfalls mit Kartonrückwand) verwenden. So können Knicke und unschöne Falten auf der Mappe verhindert werden. Die Adresse sollte idealerweise mit einer vom Computer gedruckten Etikette auf den Umschlag gebracht werden. Dies wirkt professionell und verleiht ein positives und gelungenes Erscheinungsbild Ihrer postalischen Bewerbung!

Extra: Interview mit Alexander Büsing vom Berufszentrum ABIS e.K.

Wie Sie sich Ihren Mitbewerbern gegenüber einen Vorteil verschaffen und andere Tipps, können Sie im Interview mit Alexander Büsing, dem Geschäftsführer des Berufszentrum ABIS e.K. lesen.
Hier geht’s zum Interview!