Berufsmodelle – Arbeitszeitmodelle

arbeitszeitmodelle
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Arbeitszeitmodelle oder auch Berufsmodelle gibt es viele verschiedene. Nicht jeder Arbeitgeber bietet alle Variationen und bestehenden Möglichkeiten an und nicht jeder Arbeitnehmer kommt mit jedem Modell gleich gut zurecht. Wir stellen nachfolgend die gängigen Arbeitszeitmodelle und deren Merkmale vor.

[⇓] Inhaltsverzeichnis
[x] Vollzeit
[x] Teilzeit
[x] Gleitzeit
[x] Home Office
[x] Freelancer


Vollzeit

Vollzeit ArbeitszeitmodellWer an einen „normalen“ Job denkt, denkt höchstwahrscheinlich zu allererst an einen Vollzeitjob. Vollzeit ist die klassische Job-Variante. Kernarbeitszeiten und Arbeitsstundenzahl werden im Arbeitsvertrag festgelegt. Durchschnittlich liegt die wöchentliche Arbeitszeit einer Vollzeitarbeitsstelle zwischen 37,5 und 40 Stunden mit fünf Arbeitstagen pro Woche. Dies ist abhängig vom Unternehmen und der vertraglichen Regelungen.

Ein Vollzeitjob wird auch als Normalarbeitsverhältnis bezeichnet, wenn man nicht selbstständig ist, sondern als Arbeitnehmer arbeitet. Die Definitionen des Normalarbeitsverhältnisses gehen dabei aber oft weit auseinander.


Teilzeit

Teilzeit ArbeitszeitmodellWie der Name schon vermuten lässt, ist der Teilzeitjob „weniger“ als der Vollzeitjob – eben nur ein Teil der vollen Arbeitszeit. Die wöchentliche Arbeitszeit wird im Teilzeitjob reduziert – meist auf 20 bis 30 Arbeitsstunden pro Woche. Dabei ist es durchaus möglich, diese Stundenzahl auf fünf Wochenarbeitstage zu verteilen oder die Stundenzahl auf einige wenige Tage, dafür aber in Vollzeit, zu verteilen.

Vorteil der Teilzeit ist die meist flexible Vereinbarkeit der Arbeitszeiten. Durch Absprache mit dem Arbeitgeber sind hier verschiedene Variationen in Abhängigkeit von der vereinbarten Stundenzahl denkbar. Vor allem Frauen, die Kinder haben, nutzen die Teilzeitarbeit, um weiterhin im Job zu bleiben ohne dabei den Anschluss im Beruf zu verlieren.

Nachteil der Teilzeit ist der geringere Verdienst durch die verminderte Stundenanzahl.


Gleitzeit

Die Gleitzeit ist die Ur-Form aller gängigen Arbeitszeitmodelle. Sie ermöglicht es dem Arbeitnehmer, Beginn und Ende der Arbeitszeit pro Arbeitstag frei zu wählen. Häufig wird die Gleitzeit dabei um eine Kernarbeitszeit gelegt, in der jeder Arbeitnehmer im Betrieb anwesend sein muss. Dieses sorgt für die Erreichbarkeit für Kunden und Geschäftspartner und ermöglicht die Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander.

Bei qualifizierter Gleitzeit ist es zusätzlich möglich, auch über die Arbeitsdauer frei zu entscheiden. Die wöchentliche Arbeitszeit muss aber auch hierbei eingehalten werden.

Arbeitet der Arbeitnehmer innerhalb einer Woche mehr als die vorgeschriebene Arbeitszeit, kann er an anderen Tagen mit niedrigerem Arbeitsaufkommen kürzer treten.

Vorteil der Gleitzeit ist die zeitliche Selbstbestimmung des Arbeitnehmers.


Home Office

Arbeitsmodell Home OfficeDas Home Office ermöglicht das Arbeiten von zuhause aus. Ob dies vollständig oder nur tageweise geschieht hängt von der Vereinbarung mit dem Arbeitgeber zusammen und mit der Art des Jobs. Das Home Office erlebt derzeit eine Renaissance und immer mehr Unternehmen ermöglichen es ihren Arbeitnehmern, sofern diese es wünschen, tageweise von ihrem heimischen Schreibtisch aus zu arbeiten. Vor allem die Weiterentwicklung der mobilen Endgeräte ermöglicht es uns, jederzeit und überall zu arbeiten. Dabei soll das Home Office nicht eine Möglichkeit darstellen zusätzlich zur Arbeit im Büro zuhause weiterzuarbeiten, also eine zusätzliche Arbeitszeit zu generieren, sondern vielmehr eine Verlagerung des Arbeitsplatzes vom Büro in die eigene Wohnung zu schaffen.

Eine vollständige Verlegung vom Büro an den heimischen Arbeitsplatz ist für die meisten Arbeitgeber – und auch für viele Arbeitnehmer, nicht denkbar. Teamarbeit und vernünftige Kommunikation zwischen den Kollegen und verschiedenen Abteilungen ist häufig durch vollständige Abwesenheit nicht zufriedenstellend möglich.
Bevor Sie sich dazu entschließen, tageweise im Home Office zu arbeiten, sollten Sie einige Vorbereitungen und Absprachen mit Ihrem Arbeitgeber treffen. Vor allem sollte geklärt werden, wie die Arbeitszeiten künftig erfasst werden und welche technischen Mittel Ihnen für die Heimarbeit zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich können Sie bei Ihrem Arbeitgeber abklären, ob Ihnen Zuschüsse zu Heiz- und Stromkosten zur Verfügung stehen.

Häufig unterschätzt wird, dass sich das Arbeiten in der Zusammenarbeit verändern kann. Auch dies sollten Sie vorab mit Ihren Vorgesetzten und Kollegen besprechen. Beleuchtet wird das in diesem Video:


Freelancer

Freelancer, freie Mitarbeiter oder auch Freischaffende sind Selbstständige, die Aufträge für ein Unternehmen persönlich ausführen. Dabei sind Sie nicht ins Unternehmen eingegliedert und dort nicht als Arbeitnehmer angestellt. Dementsprechend gelten für die Tätigkeit als Freelancer nicht die Bestimmungen des Arbeitsrechts.

Freelancer sind nicht in allen Branchen zu finden. Vor allem in den Bereichen IT, Journalismus oder Grafikdesign sowie der Medienbranche hat dieses Arbeitsmodell große Popularität. Der Vorteil der freischaffenden Arbeit ist die persönliche Unabhängigkeit und freie Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Zeitlich oder örtlich ist man vollkommen unabhängig und muss sich nicht den Vorgaben eines Arbeitgebers unterwerfen.